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01.02.2010, 10:23 Uhr Übersicht | Drucken
JU Kreisvorstand zu Gast im Justizzentrum Bocholt
Amtsgerichtsdirektor Hemuth Schlüter diskutiert mit jungen Politikern über Aufgaben und Bedeutung der Justiz

Schon vor einigen Jahren wurde das neue Justizzentrum in Bocholt fertig gestellt, jedoch sind die Bedeutung und die genauen Strukturen bisher wenig bekannt. Aus diesem Grund besichtigte der Kreisvorstand der Jungen Union nun erstmalig das neue Justizzentrum.

Eingeladen hatte die JU der Amtgerichtsdirektor Helmuth Schlüter, wobei er eindeutig betonte, dass eine Führung durch die Gebäude jedem offen stehe:
„Das hier ist keine Parteiveranstaltung, sondern unser Teil unseres Informationsauftrages als Justiz“, leitete Schlüter die Führung ein.


Kreis Borken/Bocholt - Zu Beginn der knapp zweistündigen Führung verdeutlichten Schlüter und seine Richterkollegin Silke Teriete die Aufgaben und Strukturen, die am
Gerichtsstandort Bocholt wahrgenommen werden.

So sei nun neben dem Amtsgericht auch das Arbeitsgericht, die Staatsanwaltschaft sowie die zuständige Strafkammer unter einem Dach vereinigt. Schlüter, der das Justizzentrum mit aufgebaut hat und dabei auch die Budgetverantwortung für den Bau trug, ist dabei besonders stolz auf die sparsame und funktionale Bauweise in der der Neubau, in dem heute hauptsächlich Arbeitsräume untergebracht seien errichtet wurde. „Da das alte Amtsgerichtsgebäude hohe Decken hatte, die sich besser für Gerichtssäle eigneten, haben wir diese dort belassen und funktionale Arbeitsräume angebaut“, so Schlüter.

Während der Begehung der Gebäude diskutierte die Gruppe auch über die Bedeutung des Standortes Bocholt. Dabei waren sich die Beteiligten einig, dass das Justizzentrum ein wichtiger Standortfaktor für die Stadt Bocholt aber auch den Kreis Borken sei, da der Einzugsbereich der verschiedenen Jurisdiktionen teilweise weit über die Stadtgrenzen bis in den Kreis Coesfeld hineinrage. „Leider spiegelt sich diese Bedeutung nicht im Angebot an Parkplätzen durch die Stadt Bocholt wieder“, wies Schlüter auf das zentrale Problem des Justizzentrums hin. „Wenn hier die Wartezeiten ansteigen und die Verhandlungen deshalb nicht wie angesetzt beginnen können ist das schon ein wichtiges Problem“, erklärte der JU Kreisvorsitzende Thomas Kerkhoff im Anschluss an die Führung. Dabei sicherte Kerkhoff Schlüter Unterstützung der JU im Werben um ausreichend Parkraum zu.



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